Gemeinsam Energie erzeugen, nutzen und teilen – für eine nachhaltige Zukunft.
Energiegemeinschaften bieten Bürger*innen die Möglichkeit, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen. In Hart bei Graz können sich Interessierte zu lokalen und regionalen Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaften zusammenschließen, um gemeinsam Strom aus erneuerbaren Quellen – wie Photovoltaik – zu erzeugen, lokal zu verbrauchen und überschüssige Energie mit anderen Mitgliedern zu teilen.
Dank gesetzlicher Rahmenbedingungen in Österreich, insbesondere durch das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG), ist die Gründung von Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaften (EEG) oder Bürger*innen-Energie-Gemeinschaften (BEG) rechtlich möglich und wird durch Förderungen unterstützt.
Ihre Vorteile:
- Günstigere Stromkosten durch lokale Nutzung
- Höhere Einspeisetarife bei eigener Photovoltaik-Anlage
- Mehr Unabhängigkeit von großen Energieversorgern
- Beitrag zum Klimaschutz und zur regionalen Wertschöpfung
- Stärkung der Gemeinschaft vor Ort
Allgemeine Infos:
Energiegemeinschaften in Hart bei Graz
Regionale EEGs
(müssen jeweils auf einem gemeinsamen Umspannwerk, Netzebene 4,5 liegen)
Pachern, Autal (Umspannwerk E310100-UM2)
Ragnitz (Umspannwerk E310002-UM2)
Haberwald (Umspannwerk E310014-UM2)
Lokale EEGs
(müssen jeweils auf einem gemeinsamen Trafo, Netzebene 6,7 liegen)
Umspannwerke
Uns sind auf Gemeindegebiet drei Umspannwerke bekannt. Deren Einzugsgebiet ist jedoch teilweise ineinander verwoben - eine klare Zuteilung nach Ortsteil ist nicht möglich. Leider bieten die E-Netze Steiermark keine öffentlichen Karten an, bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt mit den E-Netzen Steiermark auf. Für die Abfrage von Anschlussdaten gemäß ElWOG §16c steht Ihnen der Quickcheck von E-Netze Steiermark unter https://portal.e-netze.at/nahbereich zur Verfügung. Diese Informationen finden Kunden zudem im Serviceportal der Energienetze Steiermark unter Anlagen / Zählpunkte.
- Umspannwerk E310100-UM2 der E-Netze Stmk umfasst Pachern, Autal, aber auch Teile von Ragnitz, sowie Teile von Grambach, Graz-Jakomini, Graz-St. Peter und Graz-Liebenau
- Umspannwerk E310002-UM2 der E-Netze Stmk umfasst Teile von Ragnitz, sowie Teile von Graz-Puntigam, Graz-Liebenau und Graz-St. Peter
- Umspannwerk E310014-UM2 der E-Netze Stmk umfasst Teile von Haberwald, sowie Teile von Graz-Puntigam, Graz-Liebenau und Graz-St. Peter
Sie haben eine offen zugängliche lokale oder regionale Energiegemeinschaft gegründet und möchten hier aufscheinen? Bitte schreiben Sie ein E-Mail an redaktion@hartbeigraz.at
20% Rabatt auf Strom Netzkosten in ganz Österreich
Ab 1. April 2026 können Verbraucher auf Netzebene 7 – also auf jener Niederspannungsebene, die praktisch alle Haushaltskunden nutzen – in den Mittagsstunden 20 Prozent der Stromnetzkosten sparen.
Voraussetzung dafür ist, dass die sogenannten Viertelstundenwerte aktiviert sind. Wer diese Funktion noch nicht freigeschaltet hat (bei Teilnahme einer Energiegemeinschaft oder Nutzung eines Spot-Tarifes beim Lieferanten geschieht das automatisch) – muss sie beim Netzbetreiber aktivieren lassen, sofern dies nicht bereits automatisch erfolgt ist.
Der Netzrabatt beruht auf einer Verordnung der Energieregulierungsbehörde E-Control. Diese hat den sogenannten Sommer-Nieder-Arbeitspreis (SNAP) eingeführt, weil im Sommerhalbjahr rund um die Mittagszeit besonders viel Photovoltaik-Strom im Netz verfügbar ist. Mit dem Rabatt sollen Stromkunden motiviert werden, ihren Stromverbrauch verstärkt in die Zeit zwischen 10 und 16 Uhr zu verlagern, damit Stromerzeugung und Verbrauch besser zusammenpassen.
Geschirrspüler, Klimaanlage und E-Auto-Laden zu Mittag
Besonders gut lässt sich Stromverbrauch verlagern, indem bei Haushaltsgeräten wie Geschirrspüler, Waschmaschine oder Trockner die Zeitvorwahl genutzt wird. Auch Klimaanlagen können gezielt in dieses Zeitfenster gelegt werden. Das größte Sparpotenzial haben allerdings Haushalte mit Wärmepumpe zur Heizung oder Warmwasserbereitung sowie Besitzer von Elektroautos, die ihr Fahrzeug in der Mittagszeit laden.
2,11 ct/kWh Ersparnis in Hart bei Graz
Für die gesamte Steiermark (außerhalb von Graz) bedeutet das: Statt 8,82 ct/kWh netto fallen dann 7,06 ct/kWh an, beziehungsweise statt 10,58 ct/kWh brutto noch 8,47 ct/kWh. Das entspricht einer Ersparnis von 2,11 ct/kWh auf den gesamten Stromverbrauch zwischen 10 und 16 Uhr im Zeitraum von 1. April bis 30. September. Technische Voraussetzung bleibt jedoch die Aktivierung der Viertelstundenwerte beim Netzbetreiber.